rechtsradical - chic sie weg

 

Etwas merkwürdig mutet der Titel des Schauspiels an, welches am Dienstag, d. 1. September 2009, aufgeführt wurde. Der Kriminalpräventive Rat und die Delmenhorster Polizei brachten die Theatergruppe aus Osnabrück im Rahmen des Maßnahmenprogramms in die Aula unserer Schule. Diskussionen und Workshops mit den Zehntklässlern rundeten das Programm ab. Dass es nach dem Theaterstück so ruhig war, zeigte, dass sich die Schülerinnen und Schüler inhaltlich mit dem beeindruckenden Stück auseinandersetzten: Ein junger Mann rutscht in die rechte Szene hinein und gerät mit seinen Eltern, seiner Freundin aber auch mit sich selbst in Konflikt. Die Schlinge um ihn zieht sich immer enger, schließlich bleibt er allein zurück, nachdem er mitbekommt, wie andere Hooligans einen Fußballzuschauer töten. Seine ausländische Freundin hat ihn verlassen, er selbst gerät in Gefahr, weil auch seine Mutter nicht den Vorstellungen der Nazis entspricht.

Text von Jens Volbert:
Schüler informieren sich über Rechtsradikalismus in Delmenhorst
Nachdem Anfang September die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen sich das Theaterstück „rechtsradical - chic sie weg“ angesehen und mit den Schauspielern den Inhalt berochen hatten, standen Frau von Ohlen vom Kriminalpräventiven Rat und Herr von Lübken von der Abteilung Staatschutz der Delmenhorster Polizei am Donnerstag für weitere Fragen und zusätzliche Informationen zur Verfügung. Besonders interessierte die Schüler die Situation in ihrer Stadt, zumal die Rechtsradikalen bei den Kommunalwahlen ihr Ergebnis verbessern konnten. Die beiden Gäste zeigten in den lebhaft geführten Gesprächen auch typische Fallen auf, die rechtsradikale Gruppe verwenden, um Jugendliche für sich zu gewinnen. Dazu gehört zum Beispiel das Verteilen von CDs vor dem Schulhof. Wichtig sei es schließlich diese Mechanismen zu kennen, damit man diese Gruppen nicht auf den Leim geht.