Die Sturmflut im Februar 1962

Seit Tagen wütet ein gewaltiger Sturm mit Orkanböen über Westeueropa.In Deutschland, Schweden, Dänemark, Holland und England richtet er schwere Schäden an. Dächer werden abgedeckt und Bäume entwurzelt, die Stromversorgung wird an vielen Stellen unterbrochen.Selbst Schiffe,die Schutzhäfen anlaufen, reißen sich los, so das 10400 BRT große panamaische Motorschiff "Las Minas".

In der Bundesrepublik Deutschland wird mit mindestens 5 Todesopfern gerechnet. Das berichtet das
"Delmenhorster Kreisblatt" am 13. Februar 1962.

Doch der anhaltende Orkan drückt weiter große Wassermassen in die Mündungen von Ems, Weser und Elbe.

Am 17. und 18. Februar ereignet sich dann die schwerste Sturmflut seit 1825. Viele Deiche in Norddeutschland halten dem Druck des Hochwassers nicht mehr stand und brechen. Unvorstellbare Wassermassen überfluten das dahinter liegende
Land zum Teil meterhoch. Insgesamt sterben in Norddeutschland, vor allem in Hamburg, 330 Menschen.

Die Überflutungen reichen bis nach Hasbergen, dem später  nach Delmenhorst eingemeindeten Dorf nördlich der Stadt.

©: Delmenhorster Kreisblatt

Die Kirchhofsmauer wird von den Fluten überspült. Links sind die Hasberger Wiesen. Das Weserwasser ist in das Flüsschen Ochtum gedrückt worden.


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Blick über die Hasberger Kirchhofsmauer in die Ochtumniederung.


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Dieser Wagen wurde am 19.2.1962 Opfer der Sturmflut.


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Deichbruch im Weserdeich bei Warfleth (Gemeinde Berne).


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Bundeswehr aus Delmenhorst beim Schließen des Deichbruchs in Warfleth.


©: Delmenhorster Kreisblatt

Sturmflut am Deich in Strom am 16.2.1962 gegen 14 Uhr.